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Judo nach Kawaishi - "Der sanfte Weg"

Wir betreiben Judo, nach dem; eigentlich in Deutschland unüblichen, Kawaishi-System. Dieses System wird durch unseren Verband dem BDJJ e.V. gelehrt und die Prüfungen werden dementsprechend nach dem Regelwerk des Verbands durchgeführt. Das Kawaishi-System, im Gegensatz zum Kodokan-Judo ist unserer Meinung nach wesentlich technikorientierter und nicht so stark wettkampflastig. Dies sieht man insbesondere an der Prüfungsordnung des BDJJ, sie fördert wesentlich mehr den Technikgehalt einzelner Techniken, als zum Beispiel das Prüfungssystem des "Deutschen Judobunds, DJB". Somit wird der Breitensport im Judo stärker gefördert. Wir vertreten die Meinung: Man kann an Wettkämpfen teilnehmen, muss aber nicht.

Mikonosuke Kawaishi teilt seine Wurftechniken in fünf Gruppen ein und nummerierte die Techniken innerhalb ihrer Gruppe durch; insgesamt werden im Kawaishi-System 60 Wurftechniken gelert. Die Kontrolltechniken (Haltegriffe, Würgen und Hebel) sind ebenfalls innerhalb ihrer Gruppen nummeriert. Siehe hierzu unsere Technikseite: www.judotechnik.eu

Aber wer war denn nun Mikonosuke Kawaishi?

Mikonosuke Kawaishi wurde 1899 in Kyoto geboren. Er studierte Jiu-Jitsu an der „Dai Nippon Butokukai“ (bedeutende japanische Vereinigung kämpferischer Tugenden) in Kyoto. Es ist nicht genau bekannt, welche Stilart des Jiu-Jitsu er erlernte. Es scheint eine Form von Aiki-Jiu-Jitsu gewesen zu sein.
Mitte 1920 verließ er Japan und bereiste die USA und unterrichtete hauptsächlich in New York und San Diego. 1928 reiste er nach Großbritannien und gründete einen Jiu-Jitsu-Club in Liverpool, wo er Aiki-Jiu-Jitsu lehrte. Er ergänzte sein mageres Einkommen aus demUnterricht als Berufsringer unter dem Namen "Matsuda" durch die Teilnahme an Ringer- und Boxveranstaltungen im Ring und auf der Bühne in Musikhallen. 1931 zog er nach London, gründete den Anglo-Japanese Judo Club und unterrichtete Judo an der Oxford Universität. Während dieser zeit wurde Kawaishi der 3. Dan von Jigoro Kano verliehen. Es war zu dieser zeit üblich, daß alle Jiu-Jitsu Lehrer ihre Lehre als "Judo" bezeichneten. Kano vergab an viele Jiu-Jitsu Meister schwarze Gürtel im Judo, um sie damit dem Kodokan zu verpflichten.

1936 zog Kawaishi als Träger des 4. Dan nach Paris, wo er Jiu-Jitsu und Judo unterrichtete. Während des 2. Weltkrieges ging Kawaishi nach Japan zurück, wo er für einige Zeit in Manchuria im Gefängnis war. Nach dem Krieg ging er nach Paris zurück und unterrichtete dort weiter.
Vor Kriegsbeginn machte Kawaishi zusammen mit seinem Studenten Moshe Feldenkreis Fotos für ein Judobuch. Feldenkreis mußte aus Frankreich fliehen und Kawaishi verwendete später die Fotos für einen Bildband, während Feldenkreis über Judo schrieb. Kawaishi wurde klar, daß das bloße Übertragen der Lehrmethoden aus Japan im Westen ungeeignet war. Er entwickelte eine Lehrmethode, die durch unmittelbares Vorführen und durch eine numerische Ordnung der verschiedenen Techniken gekennzeichnet und dadurch für den Westen besser verständlich war. Dies schien in Frankreich erfolgreich zu sein, denn das Interesse an Judo stieg rapide an.

Nach dem 2. Weltkrieg, besonders während der 50er, wechselte das Kodokan mehr und mehr zum Judosport; verbannte Techniken aus dem Shiai und löste diese aus dem Kodokanstil. Kawaishi, wie auch immer, unterrichtete weiterhin viele dieser Techniken. Dies führte zu verschiedenen politischen Spaltungen und Kritiken, indem er sich vom Geist des Kodokan Judo entfernen würde. Seine Befürworter auf der anderen Seite sagten, daß seine Lehrweise Kano’s Jiu-Jitsu näher sei. Tatsache ist, daß die Stärke seines Judo im System des Goshin-Jitsu (Selbstverteidigung) lag, das er als Judoka entwickelte, wie einige Historiker glauben.
Kawaishi setzte spezielle Schwerpunkte auf das Katatraining. Er verbreitete Kyuzo Mifune’s „Gonosen no kata“ (die Gegenwurf Kata) in Europa und möglicherweise seine eigene Version der „Go no kata“. Er schrieb ebenfalls das Buch Sieben Katas des Judo.

Kawaishi Shihan starb am 30. Januar 1969. Jedes Jahr kommt eine Gruppe seiner Schüler zum Jahrestag seines Todes zu seinem Grab und führen seinen Kampfsport vor. Sein ältester Sohn, Norikazu Kawaishi, lebt und unterrichtet in Frankreich.



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